Ohne Gewalt durchs neue Jahr

Aus der Botschaft von Papst Franzikus zum internationalen katholischen Weltfriedenstag 2017: „Alle ersehnen wir den Frieden; viele Menschen bauen ihn täglich mit kleinen Gesten auf; viele leiden und nehmen geduldig die Mühe auf sich, immer wieder zu versuchen, Frieden zu schaffen.“[24] Bemühen wir uns im Jahr 2017 mit Gebet und Tat darum, Menschen zu werden, die aus ihrem Herzen, aus ihren Worten und aus ihren Gesten die Gewalt verbannt haben, und gewaltfreie Gemeinschaften aufzubauen, die sich um das gemeinsame Haus kümmern. Nichts ist unmöglich, wenn wir uns im Gebet an Gott wenden. Alle können ‚Handwerker‘ des Friedens sein.“

Herzliche Einladung zum „SCHWEIGEN FÜR FRIEDEN“

Hohenems, Schlossplatz – am So 5. März 2017, 18h – 18.30h
Bregenz, Kornmarkt – am Mo 6. März 2017, 18h – 18.30h

Zündet Kerzen an …

„Weihnachten. Zündet Kerzen an, sie haben mehr Recht als alle Finsternis.“ *)

Auf Initiative von Tamara Ofner vom Hohenemser „Schweigen für Frieden“ ist auf dem Hohenemser Schloßplatz – dort, wo der Schweigekreis normalerweise stattfindet – ein Kerzenlicht aufgestellt.
Jede_r ist eingeladen, eine zeitlang schweigend zu dieser Botschaft zu stehen.

Wir gedenken der Opfer in Berlin und teilen den Schmerz der Angehörigen.
Im Schweigen drücken wir unser Mitgefühl aus.
Wir verzichten auf Rache und Gewalt.

Danke für Eure Unterstützung!

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*) Karl Rahner, aus: Das große Kirchenjahr. Geistliche Texte, hg. v. A. Raffelt, Herder 1987, S. 84)

 

Bleib‘ im Licht!

IMG_3435„Der Friede, ist die Frucht einer Kultur der Solidarität, der Barmherzigkeit und des Mitgefühls“ schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum (katholischen) Weltfriedenstag 2016, der in der katholischen Welt jeweils am 1. Jänner (Neujahr) begangen wird.
Ein richtiger und wichtiger Schritt in die Richtung einer solidarischen Kultur, besteht wohl in der Überwindung der Gleichgültigkeit. Das geschieht einzig durch eine persönliche Entscheidung. Darauf beruht auch die Teilnahme am Schweigekreis. Die Kraft der Entscheidung entfaltet sich im Schweigen und sie trägt mit der Zeit die „Frucht namens Frieden“.

Die Schweigekreise sind ein Vorschlag, ein Impuls, ein Signal vielleicht, ruhig und in Stille Gedanken des Friedens zu denken und zu üben, gemeinsamen mit anderen, die „guten Willens sind“, der Gleichgültigkeit den Kampf anzusagen, denn sie ist es, die uns der Menschlichkeit beraubt, jenes Band, das die Menschen unsichtbar aber wirksam verbindet.

„Überwinde die Gleichgültigkeit, gewinne den Frieden“ ist der Themenvorschlag für die Schweigekreise im Monat Jänner 2016. Die Kraft zur guten Entscheidung begleite unsere Wege. Und: Bleibt im Licht!

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Emma Lenzi: In Gedanken bin ich mit dabei

Ich stehe aus Überzeugung hinter dem, was ihr postuliert und was ihr tut – doch leider ist dieser Termin (jeweils montags 18 Uhr) für mich einfach nicht möglich.
In Gedanken bin ich mit dabei.

ich brauche ihn
den glauben an
das gute
im menschen
im einzelnen und
in der gesellschaft

ich brauche ihn
den glauben an
einen sinn
im leben
des einzelnen und
der menschheit

ich brauche ihn
diesen glauben an
einen sinn
des guten
um der gleichgültigkeit
widerstehen zu können
die noch schlimmer ist
als die bosheit

in Verbundenheit
Emma Lenzi

Danke!
Montag, 2. November 2015, 18 Uhr
SCHWEIGEN FÜR FRIEDEN
Bregenz, Kornmarkt

Nächster Schweigekreis
am Montag, 5. Okt., 18 Uhr

Schweigekreis (2) am Montag, 3. November 2014 (Fotos: UBG)

Schweigekreis (2) am Montag, 3. November 2014 (Fotos: UBG)

„Haben Sie Geduld mit dem Schweigen. Es schenkt uns ein bisschen, und wenn wir die erste Portion nicht missbrauchen, dann schenkt es uns ein bisschen mehr. Es ist, wie wenn man im Wasser dahintreibt: Sobald wir nicht mehr dagegen ankämpfen, geht es besser.

Lassen Sie dem Schweigen sein offenes Ende. Versuchen Sie nicht, alles zu glätten. Drängen Sie nicht zur Auflösung von Konflikten. Suchen Sie keine glatten, schnellen Antworten, sondern lassen Sie alles für eine Weile im Schweigen. Keine voreiligen Urteile. (…) Inneres Schweigen befreit uns vor der Last, unser eigenes Urteil für notwendig oder wichtig zu halten.

Echtes Schweigen bringt uns vom Wissen um die Dinge zur Wahrnehmung einer Präsenz, die Wirklichkeit in sich trägt. (…) Dann gibt es eine Gegenseitigkeit zwischen Ihnen und allen Dingen. (…) Ein solches Schweigen ist der Frieden, den die Welt nicht geben kann (vgl. Joh 14,27). Das heißt nicht, dass es nicht auch einen Ort für Erklärungen und für das Verstehen gäbe. (…) Aber wir müssen lernen, Ja zum Augenblick zu sagen. Dieses Ja ist der Ausgangspunkt….“

aus: Richard Rohr, Stille und Mitgefühl, Freiburg (Herder) 2015

Schweigen für eine Politik der offenen Herzen und Grenzen

Das kommende „Schweigen für Frieden“ auf dem Bregenzer Koregenbogenrnmarkt am Montag, 7. September, 18 Uhr hat ein Motto: „Indem sie schweigen, rufen sie laut“ (Cicero). Es wird gewaltfrei gegen Krieg, Gewalt und Unmenschlichkeit protestiert, den Opfern einer menschenunwürdigen Europa- und Innenpolitik Respekt erwiesen. Die Initiatoren laden ein, ein persönliches Zeichen für eine ‚Politik der offenen Herzen und Grenzen‘ zu setzen. 

Das „Schweigen für Frieden“ auf dem Bregenzer Kornmarkt hat sich ‚ eingebürgert’. Seit zwölf Monaten treffen sich zwischen 15 und 50 Personen demonstrativ unter freiem Himmel, um schweigend den Opfern von Krieg und Gewalt  Respekt zu erweisen. Aber, darüber hinaus, betonen Johannes Heil und Walter Buder, die den  Schweigekreis vor einem Jahr ins Leben gerufen haben, „ist das gemeinsame Schweigen auch eine Form gewaltfreien Protestes“ gegen Gewalt und Leiden, das Menschen von anderen Menschen zugefügt wird.

„Eigentlich ist die einzige angemessene Form des Respekts, den man den Opfern erweisen kann, Schweigen“  schreibt Michael Fleischhacker – Chefredakteur von nzz.az – angesichts der 71 toten Kinder, Frauen und Männer, die auf ihrem Fluchtweg in ein besseres Leben an der Autobahn bei Parkdorf  buchstäblich „auf der Strecke geblieben sind“. Sie sind wie die Tausenden, die seit vielen Monaten und noch immer im Mittelmeer ertrinken, ein Schrei nach Menschlichkeit und Menschenwürde in Politik und Gesellschaft. Wir sind uns bewußt, dass hinter dem einen wie dem anderen wir selber es sind, die gemeint sind.

„Indem sie schweigen, rufen sie laut“ (Cicero). Diese Toten rufen laut, im dem sie schweigen. Nicht jede_r ist bereit, es zu hören. Deswegen ist dieser Gedanke auch das Motto für das kommende „ Schweigen für Frieden“ auf dem Kornmarkt. Gleichzeitig ist diese Einladung zum HÖREN auch „ eine Einladung für jede und jeden, aktiv und gewaltfrei sein Zeichen der Solidarität zu setzen“ sagen Johannes Heil und Walter Buder, die Initiatoren des Schweigekreises. „Wer immer am Montag um 18 Uhr schweigend auf dem Kornmarkt steht, gibt zu verstehen, dass Mauern, Zäune und bewaffnete Soldaten an den Grenzen Europas und Österreichs abgelöst werden müssen durch Nächstenliebe, Mitleid und eine Politik der offenen Grenzen und Herzen“ sagen die Initiatoren und wissen sich einig mit den Schweigenden vom Kornmarkt. ____________________________________

Schweigen für Frieden
Montag, 7. September 2015, 18h – 18.30h
Bregenz, Kornmarkt

Schweige und höre, neige Deines Herzens Ohr, suche den Frieden!

Bregenz, Kornmarkt

Jeden 1. Montag im Monat, 18h – 18.30h
Nächster Termin:
Montag, 6. Februar 2017

Das gemeinsame Schweigen
geschieht in einem Kreis oder für sich stehend mit einer Kerze in der einen Hand und dauert genau eine halbe Stunde.

Gemeinsam
Miteinander schweigen verbindet über Grenzen von Kulturen, Ethnien, Religionen und Weltanschauungen hinweg.

Gewaltlos
Der öffentliche Schweigekreis ist eine Weise gewaltfreien Widerstandes, eine Form von bewusstem Verzicht auf Gewalt.

Persönlich
Wer im Schweigen ein Zeichen setzt, tut dies auf Grund einer persönlichen Entscheidung. Das ist die wichtigste Grundlage für die aktive Teilnahme.

Versöhnen
Gemeinsames Schweigen öffnet das Herz, weckt die Aufmerksamkeit und die Kraft zur Versöhnung. Das Schweigen kann die sinnliche Wahrnehmung der Wirklichkeit erweitern und vertiefen und ist so auch ein Weg zur inneren Wahrheit.

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Zum Vormerken:
Montag, 6. März 2017
Montag, 3. April 2017
Montag, 1. Mai 2017 (Tag der Arbeit)
Montag, 3. Juli 2017